Sozialdienst Katholischer Frauen - SKF Wesel

Konzeption

Leistungsanbieter

Der Sozialdienst katholischer Frauen e.V in Wesel ist ein Frauen- und Fachverband des deutschen Caritasverbandes.

Das ambulant betreute Wohnen ist Teil einer komplexen Struktur von Beratungs- und Unterstützungsdiensten für Menschen mit und ohne Behinderungen, die der SkF in Wesel vorhält.

Zu den Einrichtungen und Beratungsdiensten gehören:
-eine stationäre Einrichtung für Eltern und Kinder mit psychischer Erkrankung oder geistiger Behinderung,
-zwei angegliederte Außenwohngruppen,
-eine Kindertagesstätte,
-eine Krisenwohnung für Frauen,
-eine Schwangerschaftsberatungsstelle.

Seit 2007 ist der SkF Träger eines Mehrgenerationenhauses, das sich als Begegnungsstätte für alle Generationen versteht.

Die Klienten des Ambulant betreuten Wohnens können die Dienste des MGH für sich nutzen. Dazu gehören vielfältige Freizeit- und Beschäftigungsmöglichkeiten sowie die Dienste der Hausmeisterei und Hauswirtschaft. Die Mitarbeiterinnen nutzen bei Bedarf die internen strukturellen Ressourcen und die fachlichen Kompetenzen der KollegInnen aus anderen Arbeitsbereichen.

Das Büro des Ambulant betreuten Wohnens des SkF befindet sich in zentraler Lage in der Weseler Innenstadt. Das Büro ist montags – donnerstags von 8:00 - 16:00 Uhr sowie freitags von 8:00 - 15:00 Uhr besetzt.


Leitbild

Wir arbeiten auf der Grundlage der christlichen Glaubensüberzeugung.

Die Würde und Freiheit des Menschen ist für uns unantastbar und verlangt Respekt und Achtung. Respekt und Achtung vor der Schöpfung ist selbstverständlicher Bestandteil dieser Grundhaltung.

Unser pädagogisch-therapeutischer Ansatz ist humanistisch emanzipatorisch geprägt. Wir arbeiten interdisziplinär, entwicklungs-, personen- und ressourcenorientiert. Die Förderung des Menschen zu größtmöglicher Selbständigkeit und die Entwicklung und Realisierung eigener Lebensentwürfe stehen dabei im Mittelpunkt.


Leistungsbeschreibung

Der SkF bietet umfassende Hilfen zum selbständigen Wohnen für dauerhaft wesentlich behinderte Menschen im Rahmen der §§ 53,54 SGB XII. Grundlage der Eingliederungshilfe ist eine mit dem Landschaftsverband Rheinland abgeschlossene Leistungs- und Prüfungsvereinbarung gemäß den §§ 75 ff, SGB XII für den Leistungsbereich ambulant betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderungen.


Zielgruppen

Das ambulant betreute Wohnen des SKF betreut volljährige psychisch kranke und geistig behinderte Frauen und Männer, die vorübergehend oder langfristig Unterstützungsleistungen zur selbständigen Lebensführung und zur Führung eines eigenen Haushaltes benötigen.


Arbeitsansatz und Ziele

In der Betreuungsarbeit ist der zugrunde liegende Arbeitsansatz Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten und ein hohes Maß an Selbstverantwortung für die Klienten zu bewahren.

Zentrale Ziele sind die Förderung der Selbständigkeit und der Selbstverantwortung, der Erhalt des eigenständigen Wohnens und die nach dem individuellen Vermögen mögliche (Wieder-)Eingliederung in das berufliche und gesellschaftliche Leben.

Die angestrebten Ziele und Unterstützungsleistungen richten sich nach den Vorstellungen und Bedarfen der Klienten, sie werden gemeinsam vereinbart und sind im individuellen Hilfeplan dokumentiert.

Die zu vereinbarenden Hilfen umfassen Unterstützungsleistungen für folgende Lebensbereiche:

  • Wohnungssuche und Wohnraumerhalt
  • Haushaltsführung und Umgang mit Geld
  • Behördenangelegenheiten und Schriftverkehr
  • Arbeitssuche und Erhalt der Beschäftigung
  • Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
  • Gesundheitsfürsorge
  • Krisenintervention und Krisenbewältigung


Inhalt und Umfang des Betreuungsangebotes

Das ambulant betreute Wohnen bietet Unterstützungsleistungen zum eigenständigen Wohnen als aufsuchende Hilfe in der eigenen Wohnung im Wohnumfeld und Lebensbezug des Klienten.

Der Betreuungsumfang richtet sich nach dem im individuellen Hilfeplan festgelegten Zeitrahmen. Dabei ist es möglich die Stunden individuell und bedarfsangemessen zu verwenden. In Krisenzeiten kann die wöchentliche Stundenzahl erhöht werden und die Mitarbeiterinnen sind bei Bedarf mobil zu erreichen.

Im Einzelfall sind die Unterstützungsleistungen so unterschiedlich und vielfältig wie die Menschen, die das Ambulant betreute Wohnen in Anspruch nehmen.

Zu unterscheiden sind direkte, mittelbare und indirekte Leistungen:

1. Direkte Betreuungsleistungen
-Erstellung und Mitwirkung bei der Hilfeplanung und der Betreuungsplanung
-Unterstützung beim Umzug und bei der Haushaltsführung
-Kontakt und Gespräche mit der betreuten Person und ihrem sozialen Umfeld
-Krisen- und Konfliktmanagement
-Unterstützung und Anleitung in beruflichen Angelegenheiten
-Begleitung zu Arztbesuchen und Besuche bei stationären Aufenthalten
-Begleitung zu Ämter- und Behördengängen
-Gruppenangebote

2. Mittelbare Leistungen
-Gespräche mit Angehörigen und Bezugspersonen
-Kooperationskontakte mit gesetzlichen Betreuerinnen oder MitarbeiterInnen anderer Dienste
-Telefonate und Schriftverkehr
-Dokumentation des Betreuungsprozesses
-Organisation der Hilfeplanung

3. Indirekte Leistungen
-Leitung
-Verwaltung
-Kooperation mit anderen Diensten
-Bearbeitung von Anfragen und Aufnahmen
-Öffentlichkeitsarbeit

Methoden

Um die umfassenden Hilfen im ambulant betreuten Wohnen gewährleisten zu können, wird den Leistungsempfängern eine Mitarbeiterin des SkF als Bezugsbetreuerin zur Seite gestellt. Auf der Basis einer vertrauensvollen Beziehung werden die notwendigen Maßnahmen zur Unterstützung einer selbständigen Lebensführung umgesetzt.

Die Mitarbeiterinnen arbeiten ressourcenorientiert und mit dem Ziel die Selbstorganisation und das Selbstvertrauen der Klienten zu stärken.

Zu den Methoden gehören:
-praktisches Anleiten und Training von Haushaltskompetenzen
-emphatische Einzelgespräche,
-angeleitete Familiengespräche
-Psychoedukation zum besseren Verständnis und zur Auseinandersetzung mit der eigenen Erkrankung oder Störung
-Reflexion und Konfrontation von Erfahrungen und Erlebnissen mit dem Ziel Verhaltensänderungen zu trainieren


Personalstruktur

Die Mitarbeiterinnen sind Fachkräfte im Ambulant betreuten Wohnen mit langjährigen Berufserfahrungen und qualifizierten Abschlüssen in Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Diplom-Pädagogik.


Qualitätssicherung

Zur Sicherung der Qualität ihrer Arbeit nehmen die Mitarbeiterinnen monatlich Supervision in Anspruch. Der Supervisor verfügt über eine Zusatzqualifikation als Fachberater für Psychotraumatologie. Regelmäßige Teambesprechungen sichern den Informationsfluss innerhalb des Teams und die kollegiale Reflexion der Arbeit.

Alle Mitarbeiterinnen nehmen pro Jahr an mindestens einer fachspezifischen Fortbildung teil.

Gemäß den Vorgaben der Freien Wohlfahrtspflege zur Qualitätssicherung verfügt der SkF über ein internes Beschwerdemanagement.


Kooperationen

Um die umfassende Hilfe und Unterstützung in den oben genannten Lebensbereichen für die Klienten leisten zu können, kooperieren die Mitarbeiterinnen des SkF mit den wesentlichen psychiatrischen, psychosozialen, medizinischen und gesellschaftlichen Einrichtungen und Institutionen im Kreis Wesel.

Die Mitarbeiterinnen engagieren sich in Arbeitskreisen, der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft (PSAG) im Kreis Wesel und im Arbeitskreis Behindertenhilfe des Bistums Münster und sind im Fachgremium der Hilfeplankonferenz des LVR vertreten.

 
MehrGenerationenHaus - MGH

Wesel

gefördert von
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend